Über uns

TäBea ist ein Team von Frauen für Frauen.

Die Mitarbeiterinnen besitzen unterschiedliche psychotherapeutische Qualifikationen und sind in der Psychotraumaarbeit fortgebildet.
Träger von TäBea ist das BTZ Beratungs- und Therapiezentrum e.V.

Professionelle Unterstützung, vertraulich und kostenfrei
von Frauen für Frauen

Das BTZ ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und weder parteilich noch konfessionell gebunden. Hilfe und Unterstützung bei Häuslicher Gewalt erhalten Frauen seit vielen Jahren im BTZ.

Für Frauen bei Häuslicher Gewalterfahrung und Gewaltausübung setzen wir uns im Beratungs- und Therapiezentrum seit vielen Jahren ein und blicken auf eine langjährige Erfahrung zurück. Mit unserer Bestärkungsstelle – Beratung für Frauen bei häuslicher Gewalt – unterstützen wir seit 1997 Frauen, die von Beziehungsgewalt betroffen sind.
Im Jahr 2016 wurde TäBea erstmals gefördert durch das Team Gleichstellung der Region Hannover und im Jahr 2017 erstmals durch das Referat für Frauen und Gleichstellung der Stadt Hannover. Von Juni 2024 bis Mai 2027 wird TäBea als Modellprojekt für pro-aktive Arbeit bei weiblichen Beschuldigten in der Polizeidirektion Hannover vom Land Niedersachsen gefördert.

Leitlinien unserer Arbeit

Ziel unserer Arbeit ist die nachhaltige Gewaltfreiheit.

Wir gehen davon aus, dass menschliches Handeln auf Erfahrungen, Leitsätzen und Überzeugungen beruht. Daher zielt die Arbeit von TäBea darauf ab, die Gewaltdynamik zu verstehen, das eigene Handeln einzuordnen und gewaltfreie Handlungsstrategien zu erarbeiten.

Verantwortungsübernahme

Die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene grenzüberschreitende Verhalten zu übernehmen, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung gewaltfreier Handlungsoptionen.

Die therapeutische Beratung beruht auf der Entscheidung selbst Veränderung zu wollen. Durch diese Eigenmotivation entsteht die Bereitschaft

Konfrontatives Arbeiten

Konfrontatives Arbeiten bedeutet, sich detailliert mit der Gewaltausübung auseinanderzusetzen:

Wie und welche Form der Gewalt wurde ausgeübt?

Was war zu viel, was zu wenig?

Mit welchen Mitteln wurde versucht diesen Missstand auszugleichen und welche Folgen hatte das?

Systemisches Verständnis

Gewalt entsteht im Kontext vieler unterschiedlicher Faktoren. Der systemische Ansatz ermöglicht die Gewaltausübung als ein „Symptom“ zu betrachten und gewaltfördernde Beziehungsmuster zu verstehen.

Bindungsorientiertes Arbeiten

unter Einbeziehung des jeweiligen Bindungsmusters werden Denk- und Verhaltensmuster betrachtet und herausgearbeitet, in welchen Situationen diese hilfreich oder gewaltfördernd gewesen sind.

Trauma-sensibel

Frühere Beziehungserfahrungen, auch Gewalterfahrungen und Gewaltausübung haben eine Bedeutung und Wirkung auf das Beziehungsleben.

Parteilichkeit: Frauen haben ein Recht auf professionelle Unterstützung. Das Angebot muss niedrigschwellig sein, gut erreichbar und kostenfrei.

Wir positionieren uns klar für Gewaltfreiheit, ohne die Täterin* zu verurteilen.

Täterinnen*arbeit ist Opferschutz

Die Arbeit mit Frauen, die Gewalt ausüben, dient in der Folge dem Opferschutz und allen von der Gewalt betroffenen Personen.

Konzept:

Wir arbeiten in Anlehnung an das DET®-Deeskalation in Fällen Häuslicher Gewalt.

Kontakt

TäBea / BTZ e.V.

Bödekerstr. 65, 30161 Hannover (Hauptsitz/Postanschrift)
Walderseestr. 15a, 30177 Hannover (Beratungsstandort)

Tel. 0511 661067 und 0511 661066 (AB)

Telefon-Sprechstunde
0511 661067 (AB)

Mo: 15.00-16.00 Uhr
Mi 9.00 – 10.00 Uhr

E-Mail: taebea@btz-hannover.de
Webseite: www.taebea@btz-hannover.de

Downloads

systemisch


Systemische Verfahren betrachten Probleme und Verhaltensweisen im Kontext der sozialen Beziehungen und Wechselwirkungen. Die Ausübung der Gewalt wird als ein „Symptom“ des Systems interpretiert, dessen Funktion verstanden werden muss, um alternative Handlungsstrategien zu erarbeiten.

Trauma-Sensibel


Gewalterfahrung schafft Gewalthandlungen. Unsere Erfahrung in der Arbeit zeigt, dass viele Frauen eigene Gewalterfahrungen in der Kindheit und /oder in (ehemaligen) Partnerschaften erlebt haben. Siutationen können Trigger sein, so dass gewalttätiges Verhalten unkontrolliert ausbricht. Z.B. um sich zu schützen, sich zu behaupten, …

parteilich


Parteilichkeit heißt nicht parteiisch zu sein. Wir veruteilen die Tat, setzen uns aber parteilich dafür ein, dass für die Frauen professionelle Unterstützungsstrukturen geschaffen werden.

Netzwerke & Kooperationen

Mitglied und Baustein von HAIP, Hannoversches Interventionsprogramm gegen Häusliche Gewalt

Forum Häusliche Gewalt der Region Hannover

Mitglied an Runden Tischen gegen Häusliche Gewalt in der Region und der Stadt Hannover

Mitglied in der LAG Täterarbeit

Kooperationen mit BISS-Beratungsstellen, Staatsanwaltschaft, Gericht, Polizei, Jugendamt/KSD, Frauenberatungsstellen

Netzwerktreffen überregional mit Täter*innenarbeitseinrichtungen aus Hamburg, München, Berlin, Göttingen